Sylvester Stallone als John Rambo

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Klassiker-Review: ‚Rambo‘ First Blood (1982)

Sicher, alle folgenden Rambo-Filme sind reaktionäre Helden-Filme, aber der erste (und einzige) Teil dieser Reihe ist großes Kino.

In der Roman-Vorlage und auch in der Urfassung des Films stirbt John Rambo am Ende. Und dessen Tod wäre denn auch konsequent gewesen, den für diesen Charakter gibt es keinen Platz mehr. Andererseits wären uns dann aus den Nachfolge-Filmen unter anderem solche unsterblichen Worte vorenthalten geblieben:

Aber zurück zum ersten Film. Dieser hebt sich von allen Nachfolgefilmen ab, da John Rambo hier eine traumatisierte, gebrochene Person ist. Er kommt als Vietnam-Veteran in ein Amerika zurück, welches ihn nicht mal mehr als Parkplatzwächter einstellen würde.

Rambo ist desillosioniert und will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Er zieht heimatlos durch die Lande, wofür er als Landstreicher festgenommen wird. Die daraus resultierenden Repressalien lösen bei ihm kriegsbasierte Flash-Back’s aus, worauf er reagiert, wie man ihm dies zuvor antrainiert hatte. Sein reflexartiger Ausbruch löst immer mehr Schlüsselreize aus, die ihn immer mehr in ein Reiz-Reaktions-Schema abtrifften lassen. Rambo wähnt sich zurück im Krieg, während ihn die Schergen der Exekutive verfolgen. Irgendwann gibt es den ersten Toten zu beklagen, und spätestens von da an gibt es kein zurück mehr. Rambo (First Blood) ist kein Helden-Epos (wie die folgenden Filme) sondern ein sehenswertes Drama, mit einem gebrochenen Helden für den es keinen Platz mehr in der Gesellschaft gibt.

 

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