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Nachruf Roger Moore

Er war schon eine coole Sau. Das Zepter von Jean Connery zu übernehmen war sicherlich nicht leicht. Obwohl Sean für mich immer der beste Bond war, so hat Roger doch der Rolle eine neue Leichtigkeit gegeben. Eigentlich war seine Interpretation von Bond eine Karikatur der Rolle. In seinen Filmen (er spielte die Rolle öfter als jeder andere) kämpfte er nebenbei um das Wohl der freien Welt – viel wichtiger war aber der gute Sitz der Kleidung, seine weibliche Begleitung und sein Martini. Alles nicht so wild; wird schon.

Ich habe ihn damals im Kino gesehen, in Moonraker. Die Aggressionen des Beißers quitierte er immer mit einem ungläubigen Blick – sozusagen als Störung eines martini-geschwängerten Alltags. Schnell mal die Welt retten, ohne den Sitz der Frisur zur gefährden, um dann wieder dem eigentlichen Leben der Genusssucht nachzugehen.

Dies verkörperte Roger Moore noch mehr – und sehr viel ironischer – als Sean Connery.

Roger Moore war selbstverständlich viel mehr als nur James Bond. Er spielte neben Toni Curtis in der Serie ‚Die 2‘, aber auch in vielen Filmen, u.a. neben Hollywood-Legenden wie z.B: Elisabeth Taylor.

Rest in Peace, Sir Rooger Moore!

Deine augenzwinkernde, ironische Art wird mir fehlen!

 

Roger Moore starb 89j-ährig nach einem kurzen Krebsleiden.

2 Gedanken zu „Nachruf Roger Moore

  1. Definitiv ein cooler Dude gewesen. Mich persönlich hat Chris Cornell bisschen mehr getroffen. Hoffen wir, dass jetzt nicht wieder so eine Phase des großen Promisterbens beginnt. Wenn es einen Gott gibt, möge er die Finger von Jeff Bridges, Bill Murray und Chris Pratt lassen. Marilyn Manson und Trent Reznor sind ebenfalls tabu, aber die will Gott wohl eh nicht haben ;-D

    1. Chris Cornells Tod hat mich auch noch mehr mitgenommen, zumal er ein wichtiger Teil meiner musikalischen Sozialisation war. Jeff Bridges, Bill Murray und Chris Pratt sind natürlich total tabu, aber der Sensemann kennt keine Gnade, Namen oder Relevanz. Der flügt einfach alles nieder, was ihm in den Weg kommt. Da schützt weder Reichtum noch Talent vor. Marilyn Manson war nie so meins, und Trent Reznor kenn ich nur vom Namen. Trotzdem wünsche ich all denen ein langes und erfülltes Leben. An Lemmy’s Tod habe ich ja übrigens immer noch zu knabbern.
      Aber, wir sind halt kein Musik-Blog.

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