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Drawn to Death – Pubertärer Humor trifft Arena-Shooter

Im schönen Monat April gibt es für PS Plus Abonennten den abgefahrenen Shooter „Drawn to Death“ kostenlos. Dabei handelt es sich um einen Arena-Shooter, der im Notizbuch eines Highschool-Teenies stattfindet. Entsprechend abgefahren sind Grafikstil und Charakterdesign. Es erinnert an MadWorld für die Wii. Chefdesigner ist übrigens David Jaffe, der auch für God of War und Twisted Metal verantwortlich ist. Erwartungsgemäß gehts auch nicht zimperlich zu in dem Spiel.

Nach mehreren Runden muss ich als Fazit ziehen, dass das Spiel mich aktuell nicht halten kann. Mit dem pubertären Pipikacka-Schwanz-Humor kann ich grundsätzlich leben, aber er ist hier halt eher billig. Ein South Park überschreitet die Grenze des guten Geschmacks im Minutentakt, macht dies aber CLEVER. Das kann Drawn to Death nicht wirklich behaupten, ich glaube aber, das wollte man auch gar nicht. Wenn ich mit der Prämisse rangehe, dass das alles aus der Feder eines Teenies in der Schule stammt, passt es irgendwo auch wieder. Aber Look und Humor sind einfach nach kurzer Zeit ausgelutscht und es bleibst das Wesentliche: Das Gameplay. Und hier wirds bitter.

Das Spiel ist völlig unbalanciert. Die Waffen machen entweder so gut wie gar keinen Schaden oder sind unfair. Selbiges kann man auch über die Fähigkeiten der Charaktere sagen. Ich könnte abkotzen, wenn ich mit einem Maschinengewehr auf den Gegner halte und jeder Schuss zieht 3-5 Prozent ab. Es dauert ewig, bis mal einer fällt. Gerne auch mal durch einen Abstauber. Nachdem man 20 Sekunden Dauerfeuer auf einen Gegner abgegeben hat, kommt ein anderer, gibt ihm den Rest und kassiert den Punkt. Super.

Die Steuerung allgemein wirkt träge, man hat irgendwie nicht das Gefühl, seinen Recken komplett im Griff zu haben. Auch das schmälert den Spielspaß.

Die Arenen sind nett aufgebaut und es ist definitiv von Vorteil, sie gut zu kennen. Modi sind noch Mangelware. Bei all den genannten Defiziten muss man natürlich gleich sagen, dass sie locker per Update zu beheben wären. Von daher will ich das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht abschreiben. Es hat Potential. Was man daraus macht, wird sich zeigen.

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